UNTERWEGS MIT DER HILFSORGANISATION MEDICO INTERNATIONAL

Bevor ich in Oberguinea eine mehrtägige Expedition zur Quelle des Niger unternahm, warnte man mich vor den Grausamkeiten der Rebellen aus dem benachbarten Sierra Leone. Ich erreichte die Quelle unbeschadet und konnte meinen Kindheitstraum verwirklichen: eine Reise auf der gesamten Länge des Niger.

Sieben Monate lang habe ich mich der Magie des drittgrößten afrikanischen Flusses überlassen, immer in engem Kontakt mit den dort lebenden Menschen. Diesen Menschen verdanke ich sehr viel. In der Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation medico international habe ich einen Weg gefunden, etwas von der Hilfsbereitschaft und der Offenheit, die ich unterwegs erfahren habe, zurückzugeben.

In Sierra Leone, nahe der Quelle des Niger, unterstützt medico eine Initiative von Kriegsversehrten. Viele von ihnen haben durch die Gewaltakte der Rebellen während des Bürgerkriegs ihre Hände oder Beine verloren. 20 000 Menschen überlebten solche Amputationen.

Alhaji Juso Jaka ist einer der Amputierten Sierra Leones. Die Rebellen hackten ihm beide Hände ab, als er versuchte, seine Tochter vor der Entführung zu schützen. Er wird für den Rest seines Lebens abhängig sein von fremder Hilfe. Um Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, gründete Alhaji Juso Jaka die War Wounded and Amputees Association, die sich gemeinsam mit medico als Partnerorganisation für die Rechte von Kriegsopfern und für ein angemessenes Entschädigungsprogramm einsetzt.

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Spendenstichwort Sierra Leone

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